Promillerechner
Wie viel Promille könnten es sein? Trage deine Getränke ein und lass dir den ungefähren Wert einfach ausrechnen.
Deine Angaben
Komma oder Punkt als Dezimalzeichen, ohne Tausendertrennzeichen.
Einfach die Gesamtmenge eintragen
Die festen Zeilen für Bier, Wein, Likör und Schnaps stehen sofort bereit. Trage jeweils die insgesamt getrunkene Menge ein; die anderen Zeilen lässt du leer. Zwei Bier mit je 0,5 Litern sind insgesamt 1 Liter. Beim Schnaps steht die Menge in Zentilitern: Ein Glas mit 2 cl wird als 2 eingetragen.
Die Prozentwerte sind Beispiele und lassen sich direkt überschreiben. Wein mit 15 Prozent enthält bei gleicher Menge anderthalbmal so viel Alkohol wie Wein mit 10 Prozent. Entscheidend ist der Wert auf dem Etikett. Der Rechner verwendet deine Eingabe und setzt sie beim Berechnen nicht auf den Vorschlag zurück.
Weitere Getränke kannst du als eigene Zeile ergänzen. Bei Cocktails gibst du die alkoholischen Zutaten getrennt an. Saft, Wasser und Eis erzeugen keinen zusätzlichen Alkohol. Ein unbekanntes Rezept lässt sich nicht zuverlässig aus dem Getränkenamen ableiten.
Was deine persönlichen Angaben bewirken
Aus Größe, Gewicht und bei der männlichen Formel auch dem Alter wird die Körperwassermenge nach Watson geschätzt. Für „Keine Angabe“ werden beide Körperwasserformeln gerechnet. Das Alter wird außerdem verwendet, um die Eingabe auf Erwachsene zu begrenzen. Individuelle Körperzusammensetzung und hormonelle Einflüsse werden damit nicht abgebildet.
Die Berechnung
Die Getränkemenge in Millilitern × Alkoholgehalt ÷ 100 × 0,8 ergibt die Grammzahl reinen Alkohols. Die Körperwassermenge wird nach Watson berechnet:
- Männliches Modell: 2,447 − 0,09516 × Alter + 0,1074 × Größe + 0,3362 × Gewicht.
- Weibliches Modell: −2,097 + 0,1069 × Größe + 0,2466 × Gewicht.
Alter wird in Jahren, Größe in Zentimetern und Gewicht in Kilogramm eingesetzt. Das Ergebnis ist eine geschätzte Wassermenge in Litern. Die anschließende Rechnung lautet: Gramm Alkohol × 0,8 ÷ (1,055 × geschätzte Körperwassermenge). Dabei ist 0,8 der angenommene Wasseranteil des Blutes; 1,055 berücksichtigt dessen Dichte bei der Umrechnung in Promille. Dieser Faktor 0,8 ist kein zusätzlicher Resorptionsabschlag. Eine unvollständige Alkoholaufnahme wird nicht durch einen gesonderten Prozentabzug modelliert.
Trinkdauer und vergangene Zeit
Die Trinkdauer wird in Minuten eingegeben. Bei 2 Stunden trägst du 120 ein. Zusätzlich kannst du Minuten seit dem letzten Getränk erfassen. Für den vereinfachten Zeitabzug wird angenommen, dass du gleichmäßig über den Zeitraum getrunken hast. Trinkdauer und zusätzliche Zeit werden addiert; pro Stunde werden rechnerisch 0,15 Promille abgezogen. Negative Ergebnisse werden auf null begrenzt.
Zusätzlich zeigt der Rechner den Vergleich mit 0,1 und 0,2 Promille Abbau pro Stunde. Diese Varianten sind Modellannahmen und keine zuverlässigen persönlichen Grenzen. Die tatsächliche Aufnahme und der Abbau verlaufen anders als diese einfache Rechnung. Gerade kurz nach dem letzten Getränk kann der Blutalkohol noch steigen. Die genaue zeitliche Verteilung der einzelnen Getränke wird nicht erfasst.
So liest du das Ergebnis
Der große Wert ist eine grobe Rechenschätzung, kein gemessener aktueller Blutalkoholwert. Die Zahl sagt nicht, ob du fahren oder Maschinen bedienen kannst. Auch ein rechnerischer Nullwert bestätigt keine Nüchternheit. Es wird kein Zeitpunkt ausgegeben, ab dem du wieder fahren darfst.
Essen, Medikamente, Erkrankungen und individuelle Körperzusammensetzung können zu deutlichen Abweichungen führen. Kaffee, Bewegung oder eine kalte Dusche beschleunigen den Alkoholabbau nicht. Der Rechner ist für Erwachsene gedacht und ersetzt weder eine Messung noch medizinischen Rat.
Quellen und Stand
Die Umrechnung der Getränkemengen orientiert sich am Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit. Die Körperwasserformeln stammen aus Watson, Watson und Batt, 1980. Die Promilleumrechnung mit Blutdichtefaktor ist beispielsweise in der wissenschaftlichen Veröffentlichung von Wang et al., 2018 dokumentiert. Informationen zu Aufnahme und Abbau bietet das IQWiG. Der lineare Zeitabzug ist eine vereinfachte Modellentscheidung dieses Rechners, keine klinisch geprüfte Vorhersage. Quellenprüfung: 21. Oktober 2026.